Es geht Aufwärts 1953 - 1969
1953 haben einige Kameraden der Wehr mit Erfolg erstmal an einem Wettkampf des Kreisfeuerwehrverbandes teilgenommen. In jenen Jahren waren die Kameraden der Wehr so stark am kulturellen Leben engagiert, daß sie sogar an einem Tag (Rosenmontag) in zwei verschiedenen Sälen ("Gasthof zum Schwanen" und in der Turnhalle) Maskenbälle abhielten. Außerdem nahm der Spielmannszug erstmals am Frankfurter Fastnachtsumzug teil.

Die Wehr 1955

Der Spielmannszug 1955
Das 25-jährige Jubiläum 1955 - man feierte 3 Tage - war wieder ein weiterer Schritt im Bestehen der Wehr. Der Höhepunkt des Festes war die Übergabe des neuen Gerätehauses. Es wurde in Eigenhilfe erstellt, wobei alle Kameraden mitarbeiteten. Die Gemeinde, damals nicht reich, übernahm nach langem Ringen mit der Wehr und der hessischen Brandschutzversicherung die Kosten von 10000,--DM. Es entstand auf dem Platz "Messerschmidt" gegenüber dem Rathaus. Anstelle eines Schlauchturmes hatte das Gerätehaus einen Schlauchtrockenschrank mit Gebläse, er war der erste im Kreisfeuerwehrverband.
Ein neues größerer Gerätehaus fordert auch bessere Einsatzmittel. So wurde von der Feuerwehr Kronberg/TS. im Jahr 1958 ein Feuerwehreinsatzfahrzeug gekauft. Da das Fahrzeug bei Einsätzen nicht alle aktiven Kameraden befördern konnte, beschloß der Vorstand, noch ein Zweites, einen Mannschaftswagen, zu kaufen. Dieser sollte außerdem den Anhänger mit der TS 8/8 ziehen. Da die Gemeinde aber keine Mittel hatte, wurde wieder zur Eigenhilfe aufgerufen. Die Kameraden der Wehr, allen voran Ortsbrandmeister Adam Scherer und Kamerad Reinhold Förster, sammelten bei den Einwohnern der Gemeinde die nötigen 4000,--DM, um einen gebraucht Ford-Bus zu kaufen. Dieser wurde von Kamerad Philipp Adam und einigen Wehrmännern als Mannschaftswagen hergerichtet. Zu diesen Fahrzeugen kam 1960 noch eine neue Tragkraftspritze (Balke). Mit diesem Gerät und den Fahrzeugen war die Wehr noch schlagkräftiger geworden. Die Bevölkerung konnte zufrieden sein, denn der Brandschutz war besser denn je zuvor. Abgesehen von kleineren Einsätzen wurde die Wehr nicht mit größeren Schadensereignissen konfrontiert. Bis zum 4.Mai 1968. Da wurde unser kleiner stiller Ort durch den Scheunengroßbrand von Josef Henrich in der Hauptstraße aus der Ruhe gerissen. Bei diesem Großfeuer stellte sich heraus, daß die Gerätschaften der Feuerwehr doch nicht ausreichend genug waren, um solche Brände bekämpfen zu können. Deshalb wurde auf Drängen der Wehr 1969 ein Löschfahrzeug LF 16 mit 1600l Wassertank angeschafft. Das Einsatzfahrzeug konnte sich schon 1970 bei zwei Großbränden (Villa Korn und Fa. Tengelmann) bewähren.

Übergabe des LF16

Großbrand Villa Korn
